Highlights
Weiter geht’s mit VDP online: Sally Mihalyi über ihr Segelflugjahr
Am 9. Februar geht es weiter mit dem Beitrag von Sally Mihalyi über ihr Segelflugjahr: Segelflugwettbewerb und mehr. Nicht nur für Segelfliegerinnen spannend! Zur Einstimmung: www.facebook.com/SallyMihalyi und ihren tollen Sallys [...]
Dann muss man so jemanden auch mal rausschmeißen und andere warnen! | Claus Cordes
Der Artikel thematisiert das Problem der sexualisierten Gewalt und sexuellen Belästigung innerhalb von Vereinen, insbesondere im Luftsport. Es wird deutlich gemacht, dass solche Vorfälle oft verschwiegen werden, obwohl sie weiterhin präsent sind. Die bestehende Vereinsstruktur, geprägt durch Hierarchien und das Senioritätsprinzip, erschwert es Betroffenen, sich gegen übergriffiges Verhalten zu wehren. Offene oder subtile Gewaltformen werden häufig toleriert oder verharmlost, was zu einem Klima der Duldung führt. Der Verein muss daher klare Standards und Verfahren etablieren, um Opfern Schutz und Gehör zu bieten. Als wirksame Maßnahme wird die konsequente Sanktionierung, bis hin zum Ausschluss von Tätern und die Information anderer Vereine, gefordert. Der Text plädiert für ein Nulltoleranz-Klima gegenüber jeglicher Form personalisierter Gewalt und fordert präventive sowie heilende Organisationsformen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Mitglieder zu gewährleisten.
Wo Straßen enden, beginnt das Fliegen – Fliegerabenteuer in Alaska | Annette Hoffmann
Der Erfahrungsbericht von Annette Hoffmann schildert ein einzigartiges Fliegerabenteuer in Alaska, das dort beginnt, wo Straßen enden und die Wildnis ihre eigenen Regeln hat. Ihre Reise führt sie von Frankfurt nach Anchorage und weiter nach Chisana, wo das Leben abseits moderner Infrastruktur und in völliger Selbstversorgung beschrieben wird. Die Autorin erlebt die Herausforderungen und Faszination des Fliegens mit einer Cessna 180 Skywagon II zwischen Gletschern, Wildnis und historischen Schauplätzen wie Kayak Island und Childs Glacier. Der Bericht thematisiert die besondere Atmosphäre Alaskas, die Selbstständigkeit der Bewohner, Begegnungen mit Wildtieren und die Bedeutung der Fliegerei als Lebensader.
Von Oerlinghausen nach Nancy und Reims | Heike Käferle
Der Bericht beschreibt einen viertägigen Kurztrip mit einer CTLS von Oerlinghausen nach Nancy und Reims. Die Reise beginnt mit einem unkomplizierten Flug nach Nancy, wo die Autorin die barocke Stadt, ihre kulinarischen Spezialitäten und kulturellen Höhepunkte wie den Place Stanislas und die Markthallen erlebt. Nach zwei Tagen geht es weiter nach Reims, wo Geschichte, Champagner und ein Besuch im Michelin-Restaurant „Assiette Champenoise“ im Mittelpunkt stehen. Die Rückreise führt über Luxemburg, um schlechtem Wetter auszuweichen. Das Fazit: Nancy und Reims sind ideale Ziele für ein verlängertes Wochenende mit kurzer Flugzeit, unkomplizierter Anreise und vielfältigen kulturellen sowie kulinarischen Erlebnissen. Wer noch einen Tag anhängt, kann zudem das weniger bekannte Metz erkunden. Der Bericht empfiehlt die Route besonders für Pilot*innen, die Kultur, Genuss und unkomplizierte Flugbedingungen schätzen.
No Risk – No Story: von Rheine (EDXE) nach Malta Luqa (LMML) von Rosa Höltken
Im Dezember 2024 entschieden sich zwei Teams, mit je einer Cessna 172 von Rheine nach Malta zur FEWP-Tagung zu fliegen und daraus ein Abenteuer zu machen. Die Vorbereitung begann im Frühjahr 2025. Dabei wurden die Flugroute, Übernachtungen und Besonderheiten der Flugplätze sorgfältig geplant. Die Reise startete am 2. Mai mit Zwischenstopps in Vilshofen und Bad Vöslau, gefolgt von einem wetterbedingten Umweg über Ungarn und Slowenien nach Venedig. Dort genossen die Teilnehmer eine Gondelfahrt und Erkundungen, bevor es weiter nach Madonna di Loreto ging, wo sie herzlich empfangen wurden und die Umgebung erkundeten. Die Organisation erfolgte weitgehend direkt mit den lokalen Flugplatzbetreibern, was zu vielen neuen Kontakten und authentischen Erlebnissen führte.
Die Überschallpilotinnen | Hedi Sensen
Der Text „Die Überschallpilotinnen“ von Hedi Sensen beleuchtet die Faszination und die physikalischen Grundlagen des Überschallflugs und setzt den Fokus auf zwei außergewöhnliche Pilotinnen: Jacqueline Cochran und Jacqueline „La Lionne“ Auriol. Es wird erklärt, wie Überschallgeschwindigkeit entsteht, was der sogenannte Mach-Kegel bedeutet und warum der Überschallknall entsteht. Im historischen Kontext schildert der Text die fliegerischen Leistungen von Cochran, die als erste Frau die Schallmauer durchbrach und zahlreiche Rekorde aufstellte, sowie ihre Rolle als Organisatorin und Kommandeurin der WASP im Zweiten Weltkrieg. Ebenso wird das bewegte Leben und die Karriere der Französin Jacqueline Auriol porträtiert, die nach schweren Unfällen und zahlreichen Operationen zu einer der schnellsten Pilotinnen der Welt wurde und mit Cochran in freundschaftlicher Rivalität um Rekorde rang. Der Beitrag zeigt, wie beide Frauen durch Mut, Ehrgeiz und technische Fähigkeiten zu Pionierinnen der Luftfahrt wurden und den Weg für nachfolgende Generationen ebneten.
Die Gründung der VDP
Das Jahr 1968 ist fraglos eines der interessantesten und widersprüchlichsten in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Und inmitten von Protesten und Unruhen, antiautoritärer Auflehnung und Infragestellung des Althergebrachten treffen sich 1968 neun deutsche Fliegerinnen in Petersau, einem winzigen Ortsteil von Frankenthal-Mörsch, unweit von Worms. Eingeladen zum Treffen am 9. April 1968 hat Mutz Trense, denn Petersau gehört seit 1934 ihrer Tante Irmgard von Opel. Irmgard war in den 1930er Jahren die wohl beste Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiterin der Welt. 1934 hatte sie als erste Frau das Deutsche Springderby gewonnen, das Kenner als das schwerste Springen der Welt betrachten. Mutz wächst bei ihrer Tante auf und erlebt aus erster Hand, wie diese nicht nur erfolgreich mehrere landwirtschaftliche Betriebe aufbaut, sondern auch in der männlichen Domäne der Reiterei Triumphe feiert. Und nun sitzt Irmgards Nichte auf dem idyllischen Hofgut und plant ihren eigenen Aufbruch in eine Männerdomäne. 1968, das Jahr der Unruhen und Proteste, scheint gerade die richtige Zeit dafür.
Ganz plötzlich kommt die Idee der Gründung einer Organisation deutscher Fliegerinnen jedoch nicht. Schon 1960 war eine Delegation der US-amerikanischen Fliegerinnenvereinigung Ninety-Nines nach Deutschland gekommen. Auf Einladung des Deutschen Aero-Clubs waren mehrere deutsche Fliegerinnen – darunter Elly Beinhorn, Hanna Reitsch, Mutz Trense, Marie-Luise Wessel und Uta Kienle – nach Mannheim zu einem Gespräch mit den amerikanischen Gästen gekommen.
ZEITZEICHEN: Pionierinnen der Lüfte.
Mutige Pionierinnen der Luftfahrt kämpften Anfang 20. Jh. gegen Vorurteile und Männerdomäne. Figuren wie Melli Beese (erste deutsche Pilotin, Fluglehrerin und Flugschulgründerin), Raymonde de Laroche (erste weltweit lizenzierte Pilotin), Marie Marvingt und Liesel Bach (Kunstflug) zeigten technisches Können, Ausdauer und Risikobereitschaft. Ballonpionierinnen wie Wilhelmine Reichard legten frühe Grundlagen. Trotz Sabotage, Unfällen und gesetzlichen Hürden ebneten sie den Weg für spätere Generationen. Ihre Geschichten sind Inspiration: Leidenschaft fürs Fliegen, Mut zur Technik und das Beharren gegen Widerstand sind Schlüssel, die auch heute noch weibliche Karrieren in der Luftfahrt beflügeln.















